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 Die 1000. Party von Dj BaLou

Die 1000. Party als Dj BaLou - Samstag, 09.11.2013 auf dem KD Partyschiff in Köln

Puuuuuuhhhhh!“

Bist Du wirklich schon so alt geworden? Ist das tatsächlich schon so lange her? Wie hat das nochmal angefangen?

Ich will euch nicht langweilen, aber am 09.11.2013 habe ich auf meiner 1000. Party als Dj aufgelegt. Zeit einfach mal einen Rückblick zu wagen und einen Ausschnitt aus meinem Leben zu erzählen. Viel Spaß beim Lesen der Kurzversion.

Dj BaLou - Partyschiff Köln - 1000. Party - 09.11.2013 KD Karneval om Rhing - Karneval - Köln - Party - Schiff - Diskjockey - Dj

Als Jüngster unter vier Geschwistern erblickte ich im Juni 1977 in Köln das Licht der Welt. Meine Geschwister waren zu diesem Zeitpunkt bereits 10, 12 und 13 Jahre alt. Wer meine Eltern kennt, weiß, dass Musik und gerade der Gesang bei uns in der Familie nie zu kurz kamen. Meine ersten echten Erinnerungen an Musik sind eng mit meinem Vater verbunden. Sei es mit der Gitarre oder seinem Akkordeon. Sei es im Auto, im Wohnzimmer oder auf irgendeiner der zahlreichen Feiern im Familien- oder Freundeskreis. Musik gehörte dazu.

Als in meinem letzten Jahr im Kindergarten Karneval gefeiert wurde, war ich stolz wie Oskar, dass ich von zu Hause den Kassettenrekorder von meinem ältesten Bruder (heimlich) mitnehmen durfte. Mit im Gepäck: Die Bläck Föös Kassette „Immer wigger“. Das war 1983. Die Lieder (u.a. Dat Wasser vun Kölle, Polterovend und Achterbahn) konnte ich damals schon alle auswendig.

Meine Mutter war damals als Sitzungspräsidentin im Karneval aktiv. Erst wurde ein gefühltes halbes Jahr vorbereitet und dann ein gefühltes halbes Jahr gefeiert. Das färbt ab und weckte meine Begeisterung für die Musik und den Karneval.

Auf dem Sperrmüll kroste ich als Kind nach alten Lautsprechern, nahm diese mit und war glücklich, wenn es diese dann noch taten. Zu Hause sammelte sich so die erste eigene Stereoanlage an. Inklusive Radio, Kassettenrekorder und einem alten Schaltplattenspieler von DUAL. Am Wochenende wurde dann immer fleißig aus dem Radio aufgenommen. Die versuche den Fernseher laut zu machen, um dann aus der ZDF Hitparade aufzunehmen scheiterten dagegen fast immer kläglich.

In der 5. Oder 6. Klasse muss es gewesen sein, als ich die ersten Kassetten   „gemixed“ habe. Damals für mich phänomenal. Später wurden diese Kassetten als eine Art Radiosendung erstellt und nur noch ganz besonderen (meist weiblichen) „Bekannten“ ausgehändigt. Statt Blumen oder so. Wer das damals selber mal gemacht hat, erinnert sich bestimmt, wie mühselig es ist, eine solche Kassette zu erstellen. Einen Übergang versemmelt, einmal den falschen Knopf gedrückt oder einmal beim Reden ins stocken gekommen, mußte man von vorne anfangen. So lag die Produktionszeit einer dieser Kassetten am Anfang auch bei ca. 12 Arbeitsstunden. Ob das immer geschätzt wurde?

Meine Anfänge als „echter“ „richtiger“ Diskjockey fanden genaugenommen auf Sylt statt. Im 5-Städte-Heim in Hörnum um ganz genau zu sein. Während der Osterferien war ich ein paar Mal mit einer Jugendreisegruppe dort. Freitags war immer in der großen Speisehalle Disco. Und ab und zu durfte ich anstelle der Betreuer für gute Stimmung sorgen. Damals übrigens noch als Yogi. Ich kann Euch sagen „We will rock you“ von einer LP abgespielt finde ich heute noch geil!

Als die Preise für CD-Player langsam fielen und ich genug Kohle hatte, zog ich los und kaufte mir einen dieser technischen Meilensteine. Danach hatte ich noch genau so viel Geld, dass ich mir noch eine CD kaufen konnte. Nun begann meine erste Sucht Gestalt anzunehmen. Jede Woche wurde jeder Pfennig in CD´s gesteckt. Anfangs hauptsächlich in Schlager- und Rock´N´Roll-Sammlungen, da diese schlichtweg am günstigsten waren. Als die Sammlung mit der Zeit wuchs erkannte ich, dass es auch mal Zeit wurde in aktuellere Musik zu investieren. Statt Zigaretten kaufte ich also fleißig diese kleinen silbernen Scheiben.

Im Sommer 1992 war es, als mich eine Bekannte meines Bruders fragte, ob ich nicht auf einem Polterabend Musik machen könnte. Ich habe nicht direkt geantwortet, da ich nicht wusste, ob das gut geht. Als sie dann aber 50 Mark anbot, sagte ich augenblicklich zu. Mein erster Auftrag war unter Dach und Fach. Zu Hause erklärte ich meiner Mutter dann erst einmal, dass ich nun ein neues „vernünftiges“ Mischpult und natürlich einen zweiten guten CD-Player benötigen würde. Wir fuhren in den Saturn und danach in den Musicstore, welcher in den folgenden Jahren zu einer Art zweitem Wohnzimmer für mich wurde.

Die Feier war schön und mit der Disco-Ampel von Conrad Elektronik konnte ich schon damals ein wenig für die passende Tanzatmosphäre sorgen. Die Musikmischung kam an und schwups hatte ich drei Wochen später in der gleichen Scheune den nächsten Einsatz als Dj.

In den folgenden Sommerferien bot sich die Gelegenheit in einem Ferienpark in den Niederlanden ab und zu in deren Disco aufzulegen. An dieser Stelle schweife ich mal ein bißchen aus. Wer vielleicht mal im Summercamp Heino in der Nähe von Zwolle war, wird meine Begeisterung nachvollziehen können. Ein Paradies für Kinder und Jugendliche. Ein riesiges Areal mit einer schier unendlich großen Wiese, Fußballfeldern, Freibad, Hallenbad, eigenem See, großen Lagerfeuerplatz, und so vielem mehr. Na ja und in diesem Camp gab es halt auch eine kleine Disco. Das „Streetlife“. Man kam rein und Stand vor einem umfunktionierten Reisebus, welcher halbiert an der Seite zur Theke umfunktioniert wurde. Der Busfahrerplatz war zum Dj-Platz modelliert worden. Ich war begeistert. Hier sollte ich als Dj laufen lernen. Es waren unvergessliche Abende. (Dort hängt auch heute noch mein erstes Autogramm als "Dj BaLou" aus dem Sommer 1993.)

Doch nach einiger Zeit zwischen Hochzeits- und Geburtstagsfeiern und den Veranstaltungen in Kneipen entwickelte sich der Drang auch mal was anderes kennen zu lernen. Ich begann als Kellner in der Bergheimer Steffie. Rückblickend war das die prägendste Zeit. Für die Musik war damals Dj Chris zuständig. Ich würde nicht gerade sagen, dass er ein Pfundskerl war, aber er wußte was er tat und so füllte sich das Steffie Woche für Woche. Ich schrieb mir fleißig Reihenfolgen auf, notierte mir Titel von Liedern, welche ich noch nicht kannte und probierte zu Hause fleißig aus. Nach Wochen und Monaten als Chris im Urlaub war (oder war er auf Mallorca?) bekam ich eine Chance und durfte in der Bergheimer Steffie unten auflegen. Puh, das war der Hammer. Eine volle Diskothek und ich am Mischpult! In den folgenden Jahren wurde aus der Steffie die Bergheimer Klapsmühle. Durch das Vertrauen von Manfred Hutmacher (Dj Manni, mein Dj Gott! Kein Scherz! Durch ihn habe ich gelernt, dass eine volle Tanzfläche genauso wichtig ist, wie eine volle Theke und er ermutigte mich auch fleißig Dinge auszuprobieren und auch mal verrückte musikalische Dinge zu spielen.) bekam ich auch dort die Gelegenheit die Leute zum Tanzen zu bringen.  Durch die geschäftlichen Verflechtungen mit der Kölner Klapsmühle dauerte es nicht lange und ich stand in Köln am Mischpult. Eine sehr gute Dj-Schule, wie ich finde!

Zeitgleich begann ich nach einem zufälligen Treffen mit Jürgen Leyendecker (JL Eventtechnik) auf den Partyschiffen der KD in Köln Musik zu machen. Die erste Veranstaltung für mich auf dem Partyschiff war eine Sion Kölsch Disco. Fast sechs Jahre lang entging mir kaum eine Party. Egal ob Sion-Kölsch-Disco, Mallorcaparty, Express Ü30-Party oder Oldienight, es machte Spaß! Hinzu kamen in dieser Zeit Einsätze als Dj im Söckchen in der Kölner Altstadt, im Gürzenich sowie auf unzähligen sonstigen Veranstaltungen.

Doch im Berufsleben ging es auch weiter und so ging ich für vier Jahre ins Ausland (USA) ohne der Musik den Rücken zu kehren.

Nach meiner Rückkehr im Jahr 2006 begann ich als Dj in Deutschland wieder aufzulegen.

Die Diskothek Fantastic, ehemals Scheune, in Kerpen war eine ganze Zeit lang an Wochenenden mein zu Hause. Die Steffie und der Megaparc in Weilerswist gaben mir, wie auch das Abraxxass in Zülpich und die Klapsmühle in Köln, die Möglichkeit den Gästen unbeschwerte und amüsante Abende zu bereiten.

Mein Mekka als Diskjockey ist und bleiben aber die Partyschiffe der KD in Köln! Ich habe in meinem Leben nichts Vergleichbares gefunden! Die Fröhlichkeit der Gäste, diese ausgelassene Stimmung. Einfach fantastisch!

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland sind mittlerweile 7 Jahre vergangen und anstatt den Spaß zu verlieren, freue ich mich mehr denn je auf einen Abend, an welchem ich als Dj für gute Stimmung sorgen darf. Ich genieße es wenn Ihr auf die Musik, welche Ihr Euch wünscht oder welche ich aussuche tanzt, mitsingt und euren Spaß habt. Das ist mein liebstes und für mich schönstes Hobby.

Na ja und dieses Jahr, fast genau 18 Jahre nachdem das erste Mal „Dj BaLou“ auf einem Plakat auftauchte, durfte ich das eintausendste Mal auf einer Party für Euch auflegen. 1000 mal Dj BaLou live on Stage! Das ist der Wahnsinn!

Am Samstag, 09.11.2013 war es dann so weit und ich konnte auf dem KD Partyschiff in Köln mein rundes Jubiläum mit einigen von Euch gemeinsam begehen. 

Über die Gefühle in meinem Bauch war ich mir vorher noch nicht ganz so sicher. Das ist eine Mischung aus Freude (über so tolle Gäste / Stimmung / Location), Trauer (Bin ich wirklich schon sooo alt??? ;-) -36- ) und Nostalgie (Mein Gott, früher waren die Bläck Föös, Brings, Höhner auf dem Schiff zum Feiern. Der Erry (Stocklosa) hat sich ganz oft in der späten Nacht noch das Mikro geschnappt und Playback gesungen. Den Guido Cantz haben die Gäste genauso wie die Nikuta von der Bühne gepfiffen und gegrölt. (Ja, sorry, aber es war damals halt so.) Ludwig Sebus war da schon wieder ein anderes Kaliber. Genauso wie King Size Dick. Ach ja, das waren Zeiten…

Aber die sind heute nicht schlechter. Nur anders. Ich freue mich selber wie ein Kleinkind auf die diesjährigen Live-Auftritte der Domstürmer und von Cat Ballou! Und ich bin fest davon überzeugt, dass Hanak, Querbeat und Kasalla das Schiff während der „KD Karneval om Rhing“-Partys in dieser Session zum Beben bringen werden.

Ich freue mich auf meine bevorstehenden Abende in Stuttgart genauso wie in Euskirchen und in Bonn. Aber ich bin Lokalpatriot und meine Heimat ist und bleibt Köln und ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber die Partys an Bord der KD Schiffe sind für mich als Diskjockey das Non-Plus-Ultra. Ich liebe es an Bord für Stimmung sorgen zu dürfen und das verdanke ich Euch. Womit wir auch zum letzten Teil dieses Textes kommen.

Ich nutze den letzten Absatz um Euch allen zu danken. Euch, das heißt den Bands und Musikern, speziell den Bands aus Köln. Was wäre ich ohne Euch bzw. ohne Eure Musik, welche die Menschen bewegt und Emotionen weckt? Ich sage: „Nichts!“ Bitte schreibt weiter so tolle Lieder und zieht mit Eurer Musik um die Häuser. Denn Ihr seid für mich ein Teil der kölschen Seele.

Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Veranstalter, welche mir immer wieder die Gelegenheit zum Auflegen geben. Ohne Euch gäbe es uns Djs gar nicht und ich müßte mir ein anderes Hobby suchen. Danke für Eure Leidenschaft und Euren Elan bei der Planung und Umsetzung der Veranstaltungen.

Euch, das heißt aber in erster Linie, Euch den Gästen. Ohne Euer kommen oder Euer Verweilen wäre keine Veranstaltung möglich. Und ohne Veranstaltung bräuchte man mich als Dj nicht. Deswegen an dieser Stelle mein aufrichtiger Dank. Danke, dass Ihr Euch für eine Veranstaltung entscheidet, auf welcher ich auflege und nicht ins Kino, ins Theater oder ins Musical geht. Gerade in Köln und Umgebung habt Ihr mehr als genug Alternativen Eure Freizeit zu verbringen. Ich weiß das zu schätzen und verspreche Euch, dass ich mir auch zukünftig größte Mühe geben werde, Euch zu begeistern und zum Tanzen zu bewegen.

In diesem Sinne

Herzlichst

Euer Dj BaLou

Dj BaLou - Dankeschön für 1000 schöne Abende. Eure Bewertungen sind mir wichtig und führen dazu, dass sich meine Erfahrungen als Dj ausbaut. - Dj Köln - Partyschiff - Karneval - KD Schiff

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